Der Schwenk
Das Schwenken der Kamera erfolgt in aller Regel mit Hilfe eines Stativs (möglichst) mit einem Fluid-Kopf, um eine ruhige Schwenk-Bewegung zu erzeugen. Folgende Schwenks sind üblich:
Übersichtsschwenk
Übersichtsschwenks werden nur selten eingesetzt, man bevorzugt häufig Übersichtstotalen bzw. Panoramaeinstellungen.
(„Aguirre-Der Zorn Gottes“, Arthaus, D 1972)
Verbindungsschwenk
Ein Verbindungsschwenk stellt eine visuelle und inhaltliche Verbindung zwischen zwei Darstellern und/oder Objekten her. Dabei müssen Anfang und Ende des Schwenks Motive für sich selbst sein, damit der Zuschauer die darin gezeigten Personen oder Objekte als die zu verbindenden Elemente wahrnehmen kann.
(„Aguirre-Der Zorn Gottes“, Arthaus, D 1972)
Verfolgerschwenk
Bei dieser doch recht häufig angewendeten Schwenkbewegung verfolgt die Kamera eine sich bewegende Person oder ein sich bewegendes Objekt. Dabei werden in aller Regel Personen oder Objekte konstant an der Stelle im Bild gehalten, an der sie zu Beginn des Schwenks waren. In den beiden Filmausschnitten also bildmittig. Daher handelt es sich hier eigentlich um eine stehende Einstellung, weil das Objekt nahezu immer an der gleichen Stelle im Bild bleibt.
Bei sehr schnellen Schwenks verwischt dann der Hintergrund und sie wirken besonders dramatisch.
(„2001-Odyssee im Weltraum“, Warner, GB 1968)
Reißschwenk
Bei dieser Technik endet eine Einstellung mit einem sehr schnellen Schwenk, die Kamera wird herumgerissen (horizontal oder vertikal) und die darauffolgende Einstellung beginnt sozusagen mit diesen verwischten Bildern. Eine Einstellung kann auch mit einem Reißschwenk beginnen.
(„Paris, je t’aime, Universum“, F/CH/D/L 2006)
