Kapitel 6: Storytelling - Eine Heranführung - Lösungsvorschlag Aufgabe 2
In ferner Zukunft. Die Welt wird von künstlicher Intelligenz beherrscht. In den verfallenen und menschenleeren Städten patrouillieren Roboter. Die wenigen überlebenden Menschen sind in die Berge und Weiten der Wildnis geflohen.
Ein junger, neugieriger und empfindsamer Roboter kommt eines Tages zusammen mit anderen Robotern an einem verlassenen Kino vorbei und sieht das einladende Plakat zu einem Weihnachtsfilm, darauf eine glückliche Familie vor dem festlich geschmückten Weihnachtsbaum.
Ziel, Wunsch
Er möchte wissen, was und wie das ist, eine Familie um sich zu haben und Weihnachten zu feiern.
Weg zum
ersehnten Ziel
Konflikt
Schwierigkeiten
Rückschläge
Hilfe
– Angezogen von dem Plakat entfernt er sich heimlich von den anderen Robotern und geht neugierig in das verfallene Kino.
– Dort bringt er den Film zum Laufen und erlebt liebevolle und glückliche Menschen bei der Bescherung.
– Der sehnliche Wunsch nach einem solchen glücklichen Moment wird geweckt.
– Problem: Es gibt keine Menschen mehr in der Stadt. Sie sind vor den Robotern geflohen.
– Also muss er versuchen, das Weihnachtsfest irgendwie anders zu realisieren. Er hat eine Idee.
– Nachts schleicht er sich in ein leerstehendes Kaufhaus und richtet mit Schaufensterpuppen, künstlichem Weihnachtsbaum und Deko-Geschenken eine weihnachtliche Szenerie mit Bescherung ein. So wie z.B. Kinder mit ihren Puppen spielen.
– Doch der Roboter merkt schnell, dass hier etwas fehlt: Die Schaufensterpuppen reagieren nicht. Kein freudiges Lachen, keine dankbare Umarmung. Keine Emotionen.
– Der Roboter ist traurig und will schon aufgeben.
– Da findet er eine alte Zeitung. Auf der Titelseite ein Foto mit aus der Stadt fliehenden Menschen und einer Berglandschaft im Hintergrund. Jetzt weiß er, wo er Menschen finden kann.
– Er macht sich auf einen für ihn beschwerlichen Weg in die Berge.
– Es ist bereits Nacht, als er in einem verschneiten Wald auf ein Holzhaus trifft.
Ende der Story
– Vorsichtig klopft er an die Tür.
– Ein Mann öffnet ihm. Er ist überrascht und scheint nicht erfreut. Er hat vielleicht Angst vor dem Roboter.
– Ein junges Mädchen taucht hinter dem Mann auf, der sie schützend zurückhält.
– Der Roboter gibt ihr einen Weihnachtsstern aus Plastik, den er aus dem Kaufhaus mitgenommen hatte.
– Er wird eingelassen, wird in den Kreis der Familie aufgenommen und darf mit ihr Weihnachten feiern.
– Er ist an seinem Ziel angekommen.
Und so sieht die filmische Umsetzung aus: Weihnachten 2117
