Das Wackeln

Bewusstes Wackeln wird in aller Regel zu dramaturgischen Zwecken eingesetzt, wenn entweder amateurhafte Aufnahmen gewünscht sind, um Authentizität und Dramatik vorzutäuschen (Amateurvideos von Katastrophen, Dokumentationen) oder der emotionale Zustand einer Figur visuell vermittelt werden soll.

Die Filme „Blair Witch Project“ und „Cloverfield“ sind Paradebeispiele dafür. Solche Aufnahmen werden mit der „Handkamera“ gedreht, also ohne Stativ. Dabei wird die Kamera entweder nur mit den Händen geführt oder auf der Schulter getragen.

Der Ausschnitt zeigt den ehemaligen Agenten Jason Bourne, der wegen seiner ungeklärten Vergangenheit von Albträumen geplagt aufwacht und nach einem Beruhigungsmittel sucht.
(„Die Bourne-Verschwörung“, Universal, USA/D 2004)