Bonus-Kapitel: Ins rechte Licht gerückt - Seite 1
„Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten„. Dieses Johann Wolfgang von Goethe zugeschriebene Sprichwort mag vielen unerfahrenen Videofilmer/innen in den Kopf gekommen sein, als sie versuchten, mit einfachen Mitteln eine Person so zu beleuchten, ohne dass diese entweder leichenblass oder krebsrot aussah und störende Schatten im Hintergrund warf.
Für eine Filmaufnahme richtig Licht zu setzen, ist ein schwieriges Unterfangen und so ist es nicht verwunderlich, dass professionelle Filmproduktionen einen ganz erheblichen Aufwand betreiben, um gezielte Lichtstimmungen und -wirkungen zu erzeugen.
Schulische oder privat initiierte Filmprojekte müssen da schon erheblich bescheidener arbeiten. Und dennoch: Mit dem Wissen um die grundlegenden Prinzipien des Lichtsetzens und selbst mit wenigen und einfachen Licht-Mitteln lassen sich Filmbilder interessant und stimmungsvoll gestalten.
Die beiden folgenden Beobachtungsaufgaben sollen zunächst ein grundsätzliches Verständnis von Ausleuchtung erzeugen.
Wie sehr die Lichtgestaltung zur Erzeugung von Grundstimmungen in Filmen eingesetzt werden kann, das zeigen sehr anschaulich die 18 Kurzfilme des Episodenfilms „Paris, je t’aime“ ¹, in denen sich – von international renommierten Regisseurinnen und Regisseuren inszeniert – alles um das Thema Liebe dreht.
Aufgabe 1: Vergleichen Sie in den folgenden drei Filmausschnitten den Einsatz von Licht. Achten Sie dabei auf erkennbare Lichtquellen und entscheiden Sie, ob es sich um eine Beleuchtung im Normalstil, im Low-Key-Stil oder im High-Key-Stil handelt.
Hinweis: Sie können Ihre Notizen sichern, indem Sie nach einem Rechtsklick die Seite als „Bildschirmfoto aufnehmen“ und dann „Herunterladen“ .
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¹ „Paris, je t’aime“, UniversumFilm 2006
